MVgida flop in Schwerin – Isabel Zentarra’s erster Auftitt in neuer Heimat


MVgida – old style new face !

Am Montag, den 27.04.2015, versammelten sich ca. 140 Teilnehmer_innen zum sogenannten „15. Spaziergang“ des mecklenburgischen Pegida-Ablegers in Schwerin. Unter den Teilnehmer_innen befanden sich wie auch schon in der Vergangenheit hauptsächlich Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Route der „MVgida-Spazierganges“ wurde auf ihren Weg durch die Schweriner Innenstadt von einer Sitzblockade behindert. An den Gegenprotesten nahmen ca. 100 Personen teil.

Ab 18.00 Uhr sammelten sich die MVgida-Teilnehmer_innen auf den Grunthalplatz vor dem Hauptbahnhof in Schwerin. Unter ihnen der NPD-Landtagsabgeordnete Stefan Köster, MVgida-Redner und NPD-Kader Andreas Theissen und  der mehrfach vorbestrafte Jamelner Sven Krüger.
Nicht nur optisch sondern auch akustisch gab es kaum Unterschiede zu den üblichen NPD-Demonstrationen. Neben einer Schwarz-Weiss-Roten-Reichskriesflagge schallte die rechte Liedermacherin Annette Müller durch die Lautsprecher bei der Auftaktkundgebung.

Endlich angekommen!

Ebenfalls unter den Teilnehmer_innen war auch die kürzlich in die Nähe von Wismar gezogene Isabel Zentarra. In isi_2 - Kopie der Vergangenheit trat sie als Leiterin des „Stützpunktes Heilbronn“ der NPD- Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) sowie als Mitglied des Heilbronner NPD- Kreisverbandes auf. Zentarra  war zeitweise die Schatzmeisterin des NPD-Kreisverbands Heilbronn und beteiligte sich als Delegierte der JN Baden-Württemberg am Bundeskongress der „Jungen Nationaldemokraten“ am 16. Dezember 2014. (*1)

Isabel Zentarra ist überregional gut Vernetzt. So unterstützte Sie Anfang Februar 2015 gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der NPD Rhein-Neckar den NPD-Landesverband in Hamburg im Wahlkampf und vernetzte sich mit jungen, parteiunabhängigen Nazikadern wie dem Pforzheimer Fabian Koeters.
Beruflich versuchte Isabel Zentarra eine Kariere in der öffentlichen Verwaltung des Landes Baden-Württemberg. Mit dem Ziel im gehobenen Verwaltungsdienst zu arbeiten, studierte sie an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Als „Beamtin auf Widerruf“ erhielt sie dabei laut Presseberichten etwa 1000 Euro monatlich als Gehalt.(*2)

Der Traum endete nachdem sie fristgerecht ihre Bachlorthese unter „Die Tierschutztransportverordnung – eine isi_3 - KopieRechtsverordnung in Einklang mit der Staatszielbestimmung Tierschutz?“ im Sommersemster 2014 einreichte.  Am 2 November 2014 wurde dann ihre Ernnenung als Beamtin auf Wiederruf rückwirkend zurückgenommen. Damit einher ging ihre sofortige Exmatrikulation und die Forderung der Staatskasse nach der Rückzahlung von 30.000 Euro widerrechtlich erhaltenen Gehalts. Das berichtete Zentarra der Presse. (*2)

Spätestens mit der Exmatrikulation stand der Entschluss fest nach Mecklenburg Vorpommern zu ziehen und mit der Faschistin Steffie Grahlmann eine WG in der Nähe von Wismar zu bewohnen. (*2)
Mit ihr reiste Sie dann auch am 27.04.2015 zum MVgida Spaziergang an und beteiligte sich daran als Ordnerin. Unter den teilnehmenden NPD-Aktivisten war sie selbstverständlich keine Unbekannte und eine herzlich begrüßte Teilnehmerin. So unterhielt sie sich u.a. angeregt mit NPDler Andreas Theissen.

Wie weiter!

Mit dem Zusammenzug mit Steffie Grahlmann, welche aktuell als Hot-Dog-Designerin arbeitet und immer wieder im Umfeld des Thinghaus aufzufinden ist, werden wahrscheinlich die Themen Tierschutz- und Tierrechte eine neue Bühne finden. Hier hätte sie die Möglichkeiten an der Hochschule Wismar ein erneutes Studium im Wirtschaftsbereich zu beginnen. Dort würde sie sich in eine Vielzahl von Nazi-Kadern einreihen, die sich an der Hochschule sehr wohl fühlen und fühlten, wie Tino Streif oder Alf Börm. Gemeinsam mit weiteren Nazi-Kadern, die aktuell ohne Gegenwehr an der Hochschule Wismar studieren, könnte sie einen beruflichen Neuanfang starten.

(*1) https://linksunten.indymedia.org/node/88922
(*2) http://ol-hn.org/?p=1006

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