Kneipenabend im Thinghaus


kontrolleAm Samtag, den 25.10.2015, besuchten ca. 100 Neonazis einen Kneipenabend im deutschlandweit bekannten Thinghaus in Grevesmühlen. Die Polizei kontrollierte routiniert die Autos und Personalien der Anreisenden.

Ab 19:30 reisten Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg an. Auch besuchten wieder ortsansässige Neonazis aus dem benachbarten Neubauviertel das Thinghaus.
Unter den Gästen waren auch Mitglieder des Liedermacher-Projekts  “Volkshammer“.
Laut Polizeiangaben wird jeglicher Versuch eines Konzertes unterbunden.
Der Kneipenabend im Thinghaus ist ein fester Bestandteil der norddeutschen Neonazi-Szene.  Hier kommen ehemalige Mitglieder der verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend mit Kameradschaftlern, Hammerskins und NPD-Mitgliedern zusammen. Es kann sich ungestört vom öffentlichen Interesse ausgetauscht und überregional vernetzt werden. Einzig der mehrfach vorbestrafte Neonazi Sven Krüger fehlte laut Polizeiangaben aus gesundheitlichen Gründen.
Auch wenn es im Thinghaus in den letzten Monaten etwas ruhiger war, war das direkte Umfeld des Thinghauses um so aktiver. So besuchten Personen aus dem Freundeskreis Thinghauses mehrere Veranstaltung der „Deutschland wehrt sich“Organisation oder des NPD-dominierten PEGIDA-Ableger MVgida. Baulich wurde auch ein neuer Bretterzaun an der Auffahrt zum Gelände errichtet, welcher vor neugierigen Blicke schützen soll. 

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